Eine neue Wachstumsformel für Athletenbrands
In der letzten Ausgabe des Pitstops haben wir darüber gesprochen, warum es wichtig ist, seinen eigenen Athletenbrand aufzubauen. Diese Woche werden wir etwas konkreter und beantworten die Frage: Was kann man als Athlet/in tatsächlich machen, um einen starken Brand aufzubauen? Und wie fängt man am besten damit an?
Für lange Zeit wurde der Erfolg eines Athleten nur an den Leistungen im Wettkampf gemessen. Heute ist das nicht mehr der Fall. Soziale Medien und die Informationsökonomie haben das Game klar verändert. Sportler haben nun die Chance, eine Karriere aufzubauen, die weit über Resultate und Medaillen hinausführt.
Meiner Meinung nach sollte die sportliche Leistung immer im Zentrum stehen. Sie ist die oberste Priorität eines jeden Athleten. Aber wie wir alle wissen geht jede Karriere irgendwann zu Ende. Für jene Athleten, die sich dessen bewusst sind, bietet dies eine einzigartige Chance, sich für die Zukunft und die Nachsport-Karriere klug aufzustellen.
Wie fängst du am besten damit an?
Nutze deine Plattform, um dir etwas aufzubauen, das wirklich dir gehört. Das kann ein Produkt sein, ein Podcast oder etwas ganz Einfaches wie zum Beispiel eine WhatsApp Gruppe, eine E-Mail-Liste oder ein Investmentportfolio. In den meisten Fällen wirst du anfangs nichts damit verdienen. Aber es hilft dir, dein Skillset zu vergrössern und ein solides Fundament zu legen, um später etwas Grösseres anzupacken.
Sobald du erkennst, dass dein "Personal Brand" (hasse das Wort, ugh!) und dein kommerzieller Wert über deine Sponsoren und Follower hinausragen, spielst du ein anderes Game. Dein Brand kann dir jegliche Türen öffnen und ermöglicht es dir, dass dich grossartige Leute finden können, welche dich auf deinem Weg unterstützen könnten. Das braucht etwas Mut am Anfang, aber es ist es allemal wert, sich etwas präsenter zu zeigen, wenns ums Thema soziale Medien geht.
Ressource: The Almanack of Naval Ravikant
Ich war schon immer ein grosser Naval-Fan und dieses Buch hat meine Denkweise über persönliche Finanzen, die Nutzung von Hebelwirkungen und wie ich meine Karriere gestalten möchte, grundlegend verändert. Er hat die grossartige Gabe, komplexe Ideen in einfache Praxisbeispiele zu verwandeln, die man jeden Tag anwenden kann. Eine davon passt sehr gut zum heutigen Thema:
„Wir leben in einem Zeitalter unendlicher Hebelwirkung, und die wirtschaftliche Belohnung für echte intellektuelle Neugier war noch nie so hoch. Seiner echten intellektuellen Neugier zu folgen, ist ein besseres Fundament für eine Karriere, als dem zu folgen, womit man gerade Geld verdienen kann.“
Als Sportlerin oder Sportler verfügt man bereits über ein sehr vielfältiges Skillset und unglaublich wertvolle Charaktereigenschaften. Jahrelange harte Arbeit und das Streben nach Exzellenz haben dich mit Fähigkeiten ausgestattet, die die meisten Menschen nie haben werden. Wenn man nun eine Form von Hebelwirkung wie Code, Medienreichweite oder Humankapital, sind dir keine Grenzen mehr gesetzt.
Falls du dir das Buch gönnen möchtest, anbei der Link zu meiner absoluten Lieblingsseite Orell Füssli.